Nr. 122
1/2014

Liebe Eltern, liebe Freunde!

Schule ist mehr als nur Unterricht nach Lehrplan – das können unsere Schüler/-innen immer wieder erleben, und daran lassen wir auch Sie als Leser/-innen unseres Magazins gerne teilhaben.

Viele von Ihnen waren im Februar bei unserem musikalischen Großereignis dabei: der Aufführung des Kindermusicals „Esther“ mit rund 200 Mitwirkenden. Mehrere Monate intensiver Arbeit waren vorausgegangen, und für dieses nicht alltägliche Engagement danken wir allen Beteiligten ganz herzlich! Auf der folgenden Seite und auf unserer Micropage magazin.ahfs-gi.de finden Sie mehr darüber.

Auch sonst bieten wir Ihnen diesmal wieder einen breiten Einblick in die Vielfalt unseres Schullebens – von der Autorenlesung an der Grundschule über ein erlebnispädagogisches Projekt der Klasse 6 und den Mathematikwettbewerb der Klassen 8 bis hin zum Schülergottesdienst des Oberstufenarbeitskreises.

Zum bevorstehenden Osterfest grüße ich Sie herzlich mit einem Ausspruch des Schweizer Theologen Karl Barth (1886–1968): „Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit tragischem Gesicht herumlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat.“

H. Kronenberger <br>(stv. Schulleiter der AHF-Schule)
H. Kronenberger
(stv. Schulleiter der AHF-Schule)

Gibt es Beweise für die Auferstehung?

Das höchste Fest der Christenheit steht bevor. Aus diesem Anlass wird immer wieder die Frage aufgeworfen: Wie glaubwürdig sind die Berichte von Jesu Auferstehung?

In diese Frage wurde immense wissenschaftliche Mühe investiert. Der Philosoph Gary Habermas hat allein in den letzten 35 Jahren eine riesige Bibliografie von über 3000 wissenschaftlichen Artikeln angesammelt. In diesem Beitrag muss ich mich allerdings mit den Hauptzügen des Streites um die Auferstehung Jesu begnügen: 1. den Tod Jesu, 2. das Begräbnis Jesu, 3. das leere Grab, 4. die Augenzeugen.

1. Wie starb Jesus?

Berichte über Jesu Hinrichtung finden sich in mehreren nichtchristlichen Quellen. Josephus (37–100 n. Chr.) – ein römisch-jüdischer Geschichtsschreiber – vermerkte: „Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte …“ Anfang des 2. Jahrhunderts schrieb Tacitus (56–117 n. Chr.), ein Senator und Geschichtsschreiber des römischen Reiches: „Um den Reden [er selbst habe den Brand Roms gelegt] ein Ende zu bereiten, ließ Nero andere schuldig sein und belegte mit den ausgesuchtesten Strafen diejenigen, die, wegen ihrer Schandtaten verhasst, vom Volke als Chrestiani bezeichnet wurden. Der Mann, der diesen Namen hatte entstehen lassen, Christus, war während der Regierung des Tiberius durch den Procurator Pontius Pilatus mit dem Tod bestraft worden.“ Die Belege für Jesu Tod sind so schlagkräftig, dass einer der bekanntesten deutschen atheistischen Theologieprofessoren, Gerd Lüdemann (Heidelberg), schrieb: „Das Faktum des Todes Jesu als Folge der Kreuzigung ist unbestreitbar.“

2. Wie wurde Jesus begraben?

Alle 4 Evangelien berichten, dass Josef von Arimathäa, ein reicher Mann, zu Pilatus ging und um den Leichnam von Jesus bat, um ihn in einem Grab zu bestatten, das ihm selbst gehörte. Vermutlich hatte Josef Zugang zu Pilatus, weil er ein Mitglied des jüdischen Hohen Rates war. Inzwischen ist er ein Nachfolger von Jesus geworden und wollte dafür sorgen, dass er ein anständiges Begräbnis bekam. Damit wollte er zeigen, dass er nichts mit der Entscheidung des Hohen Rates, Jesus hinrichten zu lassen, zu tun hatte und dagegen protestierte. Er hatte nicht in die Entscheidung des Hohen Rates eingewilligt.

 

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Gibt es Beweise für die Auferstehung? Teil 2

Dem Bericht zufolge bestattete Josef den Leichnam Jesu in einem privaten Grab. Außerdem sahen auch andere Zeugen, wo sich das Grab befand: Nikodemus, die Frauen aus Galiläa ebenso wie die beiden Marias. Wenn man Jesu Leichnam einfach in ein Massengrab geworfen hätte – wie es bei Kriminellen oft der Fall war –, wäre es sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, festzustellen, ob eine Leiche fehlte. Josef wickelte den Leichnam in Leinentücher, die mit wohlriechenden Salben getränkt waren. Er folgte damit einem Brauch für die Bestattung einer wichtigen Persönlichkeit; dazu verwendete man eine Mischung aus Myrrhe und Aloe – insgesamt etwa 25 Kilogramm. Sie erwarteten keine Auferstehung. Wenn man hofft, dass ein Leichnam von den Toten aufersteht, balsamiert man ihn nicht derartig ein!

Das Grab wurde von Josef mit einem großen Stein verschlossen, der fest in eine schräge Furche am Eingang des Grabes passte: Er konnte zwar leicht vor das Grab gewälzt werden, doch es wären mehrere Männer nötig gewesen, um ihn wieder wegzuschaffen. Zudem ließen die jüdischen Obersten unter Berufung auf Pilatus den Stein am nächsten Tag versiegeln. Weiterhin wurden Wachen am Grab aufgestellt. Matthäus erzählt uns, dass dies verhindern sollte, dass die Jünger kamen, den Leichnam Jesu beseitigten und eine Lüge von einer „Auferstehung“ verbreiteten.

3. Warum ist das leere Grab so wichtig?

Die Evangelien berichten, dass das Grab leer vorgefunden wurde, als die Frauen am ersten Tag der Woche früh am Morgen kamen, um den Leichnam Jesu fertig einzubalsamieren. Die Bedeutung dieser Tatsache ist unmöglich zu übertreiben, denn sie zeigt uns, was die ersten Christen meinen, wenn sie die Auferstehung Jesu bezeugen. Sie meinen, dass Jesu Körper, den sie in dem Grab bestattet hatten und von dem sie genau wussten, dass er tot war, von den Toten auferweckt worden war. Es war eine echte Auferstehung des ursprünglichen Körpers, nicht der Ersatz durch einen neuen.

Dem Matthäusevangelium zufolge waren die ersten Menschen, die erzählten, dass das Grab Jesu leer war, von der jüdischen Obrigkeit. Es waren nicht die Christen! Sie brachten in Jerusalem eine Geschichte in Umlauf, die besagte, dass die Jünger den Leichnam gestohlen hatten, während die Wachen schliefen. Es war wohl die Hoffnung, einen Präventivschlag auszuführen. Sie wussten von den Wachen, dass das Grab leer war. Es war ihnen klar, dass die Christen diese Tatsache öffentlich machen und als Erklärung angeben würden, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. Also lieferten die Obersten ihre eigene Erklärung, um der Schlagkraft der christlichen Erklärung entgegenzuwirken.

Aus den Evangelien wird deutlich, dass mehrere Frauen die Ereignisse am Kreuz und am Grab beobachtet hatten. Zu ihrer Überraschung fanden sie den Stein vom Grab weggewälzt und das Grab leer vor! Eine von ihnen, Maria, rannte sofort los (vielleicht ohne das Grab betreten zu haben), um es den Aposteln Petrus und Johannes zu erzählen. Maria sprach nicht von einer Auferstehung, sondern nahm an, dass der Leichnam Jesu weggenommen worden war.
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Gibt es Beweise für die Auferstehung? Teil 3

Petrus und Johannes rannten daraufhin zum Grab. Johannes kam als Erster an. Sofort fiel ihm etwas Seltsames auf: Die leinenen Grabtücher, die um den Leichnam Jesu gewickelt worden waren, waren noch da. Sie lagen noch genau so da wie zu dem Zeitpunkt, als der Leichnam in sie eingewickelt war.

Doch der Leichnam war verschwunden. Petrus stieß etwas später zu Johannes, der offenbar der schnellere Läufer war (eines jener kleinen Details, die der Erzählung die persönliche Note eines Augenzeugenberichts verleihen).

Beide betraten das Grab und sahen, was das Seltsamste von allem war: Die Tücher, die um Jesu Kopf gewickelt waren, lagen auf dem leicht erhöhten Teil des Felsvorsprungs in der Grabhöhle; und obwohl sich sein Kopf nicht mehr darin befand, waren sie immer noch in der gleichen Anordnung – nur dass sie wohl flach in sich zusammengefallen waren.

Auf Johannes machte dies einen tiefen Eindruck: Es sah so aus, als wäre Jesu Körper irgendwie einfach durch die Grabtücher hindurchgegangen, so dass sie noch so angeordnet waren wie zuvor, als der Leichnam in ihnen eingewickelt war. Johannes zweifelte nicht daran, dass er hier Hinweise auf ein Wunder sah!





4. Sind die Augenzeugen zuverlässig?

Das leere Grab ist wichtig: Wenn es nicht leer gewesen wäre, könnte von der Auferstehung keine Rede sein. Doch die ersten Christen behaupteten nicht einfach, das Grab sei leer. Viel wichtiger für sie war der Umstand, dass sie anschließend dem auferstandenen Christus begegneten – immer wieder über einen Zeitraum von 40 Tagen, bis er schließlich in den Himmel auffuhr. Sie hatten ihn tatsächlich gesehen, mit ihm gesprochen, ihn berührt und sogar mit ihm gegessen. Nichts Geringeres als das setzte sie in Bewegung und verlieh ihnen den Mut, die Welt mit der Botschaft des christlichen Evangeliums zu konfrontieren.

Mehr noch: Als die Apostel begannen, das Evangelium in der Öffentlichkeit zu predigen, bildete der Umstand, dass sie das Erscheinen des auferstandenen Christus persönlich erlebt hatten, einen festen Bestandteil dieses Evangeliums. Die Belege dafür sind so überzeugend, dass sogar der (atheistische) Theologe Gerd Lüdemann schreibt: „Als historisch gesichert darf gelten, dass Petrus und die Jünger nach Jesu Tod Erlebnisse hatten, in denen ihnen Jesus als der auferstandene Christus erschienen ist.“ Nach der Liste des Paulus in 1. Korinther 15 gab es über 500 Personen, die den auferstandenen Christus zu verschiedenen Zeiten während der 40 Tage zwischen seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt sahen. Somit gab es in der Entstehungsphase der christlichen Kirche keinen Mangel an Augenzeugen für die Auferstehung.

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Gibt es Beweise für die Auferstehung? Teil 4

War alles nur eine Halluzination?

Lüdemann behauptet, die Erscheinungen seien in Wirklichkeit Visionen oder Halluzinationen gewesen: Die Jünger „sahen“ etwas, aber es war etwas, das in ihren Köpfen vorging. Die Psychiatrie selbst jedoch widerspricht dieser Erklärung: Halluzinationen treten normalerweise bei Menschen mit einem bestimmten Temperament, mit einer lebhaften Fantasie auf.

Die Jünger aber hatten unterschiedliche Temperamente: Matthäus war ein nüchterner, gerissener Steuereintreiber; Petrus und einige andere hartgesottene Fischer; Thomas ein Skeptiker. Sie waren keine Menschen, die man normalerweise als für Halluzinationen anfällig betrachten würde. Zudem drehen sich Halluzinationen um erwartete Ereignisse.

Doch keiner der Jünger erwartete, Jesus wiederzusehen. Ihr Geist enthielt vielmehr Angst, Zweifel und Unsicherheit – genau die falschen psychologischen Voraussetzungen für eine Halluzination. Zudem ist nur schwer vorstellbar, dass die 500 Personen, die Jesus auf einmal sahen, an einer kollektiven Halluzination litten. Wenn mehrere Zeugen eines Ereignisses vor Gericht Aussagen machen, die Wort für Wort in allen Einzelheiten übereinstimmen, würde jeder Richter wahrscheinlich daraus schließen, dass ihre Aussagen nicht unabhängig voneinander sind und sie sich möglicherweise abgesprochen haben, um das Gericht zu täuschen.

Andererseits wären auch Aussagen von unabhängigen Zeugen, die sich in allen Punkten heillos widersprechen, für ein Gericht wertlos. Für unabhängige Zeugenaussagen ist es wichtig, dass sie in den wesentlichen Punkten übereinstimmen, aber genügend Unterschiede aufweisen, die zum Beispiel durch verschiedene Blickwinkel zu erklären sind.

Wenn wir diese Kriterien auf die Berichte von der Auferstehung anwenden, stellen wir fest, dass die Evangelien in dwn Hauptpunkten übereinstimmen. In den zweitrangigen Einzelheiten gibt es einige scheinbare Diskrepanzen. Zum Beispiel sagt Matthäus, dass Maria aus Magdala in der Morgendämmerung zum Grab kam; während Johannes sagt, sie kam „früh, als es noch finster war“.

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Gibt es Beweise für die Auferstehung? Teil 5

Die erste Reaktion der Jünger war Zweifel

Die Verfasser des Neuen Testaments sagen, dass in mehreren Situationen die erste Reaktion mancher Jünger Zweifel an der Auferstehung waren. Als die Apostel zum ersten Mal den Bericht der Frauen hörten, betrachteten sie das als Unsinn. Sie waren nicht überzeugt, bis sie Jesus selbst gesehen hatten.

An dem Abend, als Jesus in dem verschlossenen Raum erschien, befand sich Thomas nicht bei den anderen Jüngern. So weigerte er sich, ihrer Behauptung, sie hätten Jesus gesehen, Glauben zu schenken: „Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meine Finger in das Mal der Nägel lege und meine Hand in seine Seite, so werde ich nicht glauben.“ Thomas war nicht bereit, dem Gruppenzwang nachzugeben – er wollte Beweise.

Eine Woche später waren sie alle wieder in einem verschlossenen Raum in Jerusalem. Jesus erschien, sprach mit Thomas und forderte ihn auf, seinen Finger auf die Nägelmale und seine Hand auf die Speerwunde zu legen. Jesus bot ihm die Beweise, die er verlangte, und tadelte ihn behutsam, weil er den anderen nicht geglaubt hatte. Die Antwort von Thomas: „Mein Herr und mein Gott!“

John Lennox

(Zuerst erschienen in: ideaSpektrum 13/2013, S. 19–21)


Ausführlich beschäftigt sich John Lennox in seinem Buch Gott im Fadenkreuz. Warum der neue Atheismus nicht trifft (SCM R. Brockhaus) mit der Frage nach der Auferstehung.

John Lennox ist Professor für Mathematik an der Universität Oxford.
John Lennox ist Professor für Mathematik an der Universität Oxford.

Sind Fehler Freunde?

Ein neuerdings immer wieder zu hörender Satz lautet: „Fehler sind Freunde.“ Sollte man also möglichst viele Fehler machen, um – wie auf Facebook – möglichst viele Freunde zu haben? Das sicherlich nicht. Aber dieser Satz kann helfen, einmal über unsere Fehlerkultur nachzudenken, also darüber, wie wir mit Fehlern umgehen.

Oft scheinen Fehler – das machen genügend Untersuchungen deutlich – als massive Bedrohung wahrgenommen zu werden, und das nicht ohne Grund. Schließlich führen sie ja bei Klassenarbeiten zu Abzügen, und bei Prüfungen kann es zum Nichtbestehen kommen. Auch im gesellschaftlichen Miteinander können Fehler massive Konsequenzen nach sich ziehen, bis hin zur Vernichtung von Existenzen.

In der Öffentlichkeit und in der pädagogischen Literatur dringt jedoch zunehmend eine etwas andere Sichtweise durch: Man versucht auch die Chancen von Fehlern in den Blick zu nehmen, um daraus konstruktive Handlungsmuster abzuleiten.

Zunächst muss man sich bewusst machen, dass wir als Menschen nicht vollkommen sind und daher immer wieder Fehler machen – bei den Tätigkeiten, die wir zu erledigen haben, und bei den Inhalten, mit denen wir umgehen. Das betrifft auch die Perfektionisten unter uns. Allerdings heißt das nicht, einem verantwortungs- oder sorglosen Umgang das Wort zu reden. Fehler, die erkannt wurden, sollten nicht übergangen werden, sondern wir sollten daran arbeiten, sie sozusagen als Lernchance wahrnehmen. So sollten wir falsche Lösungen überdenken und korrigieren und häufig vorkommende typische Fehler mit korrekten Antworten kontrastieren, um so die richtige Antwort gut zu verstehen.

Beim Lernen ist die Fehlertoleranz sinnvoll. Je nach Zusammenhang sollte es möglich sein, zunächst einmal kreativ zu agieren, ohne gleich den Maßstab eines Richtig und Falsch (= Fehler) anwenden zu müssen. Schließlich ist es wichtig, Entschlussbereitschaft und Ausdauer zu entwickeln, in manchen Bereichen mehrere Fehlversuche zu wagen und gemeinsam auszuwerten, um so einen neuen Lösungsweg herauszuarbeiten. In einer positiven Lernatmosphäre sind Fehler letztlich wichtig und förderlich für den Lernprozess.

Jochen Klein

Literatur:
Andreas Helmke: Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Diagnose, Evaluation und Verbesserung des Unterrichts. 4. Auflage, Seelze 2012.
Schulmagazin 5–10, Heft 1/2012: Impulse für kreativen Unterricht.

Übersicht

Hausaufgabenbetreuung

Nach Hause kommen und keine Hausaufgaben mehr machen müssen? Das wünschen sich viele Schülerinnen und Schüler ...
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Autorenlesung

Eine Erzählung mit viel Erfindungsgabe und Herz trug die Autorin Claudia Weiand den Kindern der AHF-Grundschule vor ... > zum Artikel

Musical

Es war ein großes Projekt, das unter dem Namen „Esther – der Stern Persiens“ 200 Mitwirkende auf die Bühne ... > zum Artikel

Medientag

Kann man Zahnpasta, die man einmal aus der Tube gedrückt hat, wieder dorthin zurück verfrachten? Mit diesem real ... > zum Artikel

Vorlesewettbewerb

Der Traum von einer Gesangskarriere, spannende Abenteuer in den USA und Alltag eines Sechstklässlers  ... > zum Artikel

Lebensraum

Im Leitbild unserer Schule betonen wir, dass uns der wertschätzende Umgang miteinander ein zentrales Anliegen für unsere ... > zum Artikel

Schülergottesdienst

Wie jedes Mal nach den Ferien fand auch im Januar ein vom Oberstufenarbeitskreis organisierter Schülergottesdienst ... > zum Artikel

Krippenspiel

Seit August hatten sie sich damit beschäftigt: Grundschüler/-innen der AHFS hatten in Arbeitsgemeinschaften ein Musical ...
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Erlebnispädagogik

Fortschritt erleben – wer möchte das nicht? An der AHFS bemerkten Schüler/-innen der Klasse 6a, wie sich ihre Fähigkeit ...
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Fußballturnier

Ist es ein Wunder, dass sportliche Leute gleich loskicken, wenn sie einen Ball in der Hand haben und ein brauchbarer Platz zur Verfügung steht? Eigentlich ... > zum Artikel

Mathewettbewerb Klasse 8

Fünf Schüler/-innen kann die AHFS in diesem Schuljahr in die zweite Runde des Mathematikwettbewerbs für ...
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Landtag

Einmal ganz nah an die gewählten Politiker herankommen und ihnen bei ihrer Arbeit zusehen, diese Möglichkeit hatten ... > zum Artikel

Qualifizierte Hausaufgabenbetreuung an der AHFS

Nach Hause kommen und keine Hausaufgaben mehr machen müssen? Das wünschen sich viele Schülerinnen und Schüler. Für manche ist dies bereits Realität: Sie nehmen an der qualifizierten Hausaufgabenbetreuung teil, die jeden Tag von 13.30 bis 15.00 Uhr an der AHFS stattfindet. Mehrere Fachlehrer/-innen und Lehramtsstudent/-innen stehen zur Verfügung, um Schüler/-innen der Klassen 5–9 in Kleingruppen bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben zu begleiten und beim Lernen für Klassenarbeiten zu unterstützen. Vollständig erledigte Hausaufgaben werden im Hausaufgabenheft abgezeichnet, sodass Eltern und Lehrer/-innen zuverlässige Rückmeldung über die geleistete Arbeit erhalten. Bleibt nach den Hausaufgaben noch Zeit, so arbeiten die Schüler/-innen selbstständig und differenziert mit einem Lernstrategiebuch. In die Betreuung ist außerdem das Marburger Konzentrationstraining (MKT) implementiert, das Schüler/-innen beim Arbeiten zu einem Prozess der verbalen Selbstinstruktion anleitet.

Die Hausaufgabenbetreuung wurde zu Beginn des Schuljahres 2012/13 gestartet und von Eltern wie Schüler/-innen sehr gut angenommen. Hier einige Schülerstimmen:

„Ich mag unsere Lehrer in der Hausaufgabenbetreuung und dass ich Hilfe bekomme, wenn ich sie brauche.“ (Lucie, Klasse 5)

„Die Lehrer in der Hausaufgabenbetreuung sind sehr nett, hilfsbereit und können gut erklären. Wenn ich Probleme habe, muss ich mich nur melden. Es gibt auch eine kleine 5-Minuten-Fußballpause.“ (Lea, Klasse 6)

„Es ist gut, dass immer Hilfe durch die Lehrer da ist und dass ich dann zu Hause keine Hausaufgaben mehr machen muss. Sogar Wörterbücher und PCs sind vorhanden. Wenn ich alle meine Hausaufgaben schon gemacht habe, kann ich schon für Klassenarbeiten lernen.“ (Alex, Klasse 7)

„Hier lernt man Schüler aus anderen Klassen kennen, die man sonst nicht kennengelernt hätte, deshalb können die Größeren auch den Kleineren helfen. Man bekommt zusätzliche Aufgaben, aus denen man etwas lernen kann, wenn man schon mit den Hausaufgaben fertig ist. Insgesamt macht es mir viel Spaß, hier zu sein.“ (Felix, Klasse 7)

„Hier ist es immer sehr abwechslungsreich und ich habe schon viele nette Leute kennengelernt.“ (Anna, Klasse 7)

„Man hat hier viel Spaß und die Hausaufgaben sind schon fertig, wenn ich nach Hause komme.“ (Ein Schüler aus Klasse 9)

Autorin las an AHF-Grundschule

Eine Erzählung mit viel Erfindungsgabe und Herz trug die Autorin Claudia Weiand den Kindern der AHF-Grundschule vor: In „Drachen haben Mundgeruch“ erlebt ein Junge namens Julius besondere Ferien bei seinem Großvater, in denen er viel über sich selbst dazulernt. Der Drache nämlich, dem das Kind begegnet, spiegelt ihm immer wieder sein Verhalten und sorgt für die Erfüllung einiger Wünsche.

Der kindgemäße Vortrag und die humorvollen Textausschnitte fesselten bei der Lesung die Erst- und Zweitklässler/-innen. Letztlich kommt Julius in der Geschichte seinem Herzenswunsch auf die Spur, aber wie genau das am Ende geschieht, wurde nicht verraten, denn die Kinder sollen ja zum Lesen angeregt werden.

Zu diesem Zweck hatte die Grundschule der AHFS die gelernte Erzieherin, deren Bücher beim Gerth-Verlag erscheinen, eingeladen.




In zwei Durchgängen – die größeren Schüler der Klassen 3 und 4 hatten ebenfalls ihre Autorenlesung – ließen sich die Kinder von der phantasievollen Geschichte mitreißen und hörten sehr interessiert zu.

Nach ihrem Buchvortrag wurden der Autorin Fragen gestellt, die die Kinder auf dem Herzen hatten: „Wie kommen Ihnen die Ideen für Ihre Bücher?“ oder „Schreiben Sie alles von Hand?“ So interessierten sich die Kinder für den Alltag der Mutter von zwei Kindern, die ihre Hobbys – schöne Geschichten und viel Lachen – zum Beruf gemacht hat.

Einem Kind gelang es sogar, der Autorin den Titel des Nachfolgebandes zu entlocken: „Drachen mögen keine Kekse“ – so wird die Fortsetzung der Geschichte des kleinen Julius heißen. In Gießen wird das für 2014 geplante Buch nun sicher mit Spannung erwartet werden.

„Persiens Stern“ erstrahlte an der AHFS

Es war ein großes Projekt, das unter dem Namen „Esther – der Stern Persiens“ 200 Mitwirkende auf die Bühne in der Aula der August-Hermann-Francke-Schule brachte. An zwei Abenden sahen jeweils über 450 Zuschauer das Musical, das die alttestamentliche Geschichte von Königin Esther mit dem Leben junger Menschen von heute in Beziehung setzt.

In der Rahmenhandlung erzählt ein Mann vier Jugendlichen von der Jüdin Esther, deren persischer Name „Stern“ bedeutet und die im 5. vorchristlichen Jahrhundert am persischen Hof zur Königin aufgestiegen ist.

In dieser Position kann sie den Plan, ihr im Exil befindliches Volk auszurotten, vereiteln. Dass ihr in der gefährlichen Lage viel Gottvertrauen abverlangt wird, bewegt die Teenager zu persönlichen Gesprächen und gegenseitiger Ermutigung angesichts schulischer und familiärer Probleme.



Die Handlung auf der Hauptbühne, die am Hof des mächtigen Königs Xerxes spielte, war geprägt vom überzeugenden Spiel der Hauptpersonen: Adrian Epp als König und Andrea Schauder als Königin (beim Premierenabend Elena Pollmann), Tim Auner als ihr Onkel Mordechai sowie Joshua Harfst als Haman, dessen Gegenspieler.

Ergänzend zu ihrem Gesang beeindruckten der stimmgewaltige Chor und tänzerische Einlagen. Die Lieder wurden live vorgetragen und durch eingespielte Instrumente begleitet.

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„Persiens Stern“ erstrahlte an der AHFS Teil 2

Der lang anhaltende Applaus bezeugte, dass das Musical begeisterte und die Leistung der Teilnehmer/-innen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren lebhaft honoriert wurde. Sie hatten sich schließlich seit Monaten auf ihren Auftritt vorbereitet.

Im Musikunterricht hatten die Schüler/-innen schon seit Wochen Lieder und teilweise auch Tänze eingeübt. Bereits im November war die Vergabe der Rollen im Rahmen eines schulweiten Castings geschehen, bei dem Musiklehrerin Eszter Guttmann von Alexander Lombardi unterstützt wurde.

Er ist Autor und in dieser Aufführung auch Regisseur des Stücks, dessen Melodien von Gregor Breier komponiert wurden.Schulleiter Lothar Jost zeigte sich beeindruckt von Einsatz und Hingabe der jugendlichen Akteure und dankte den Lehrern seiner Schule, aber auch Alexander Lombardi, die im Rahmen des Musicalprojektes mit den Schüler/-innen das Esther-Stück eingeübt hatten.

Lombardi lud ein zu Freizeitwochen, die er mit dem christlichen Jugendwerk „Wort des Lebens“ anbietet. Die am Abend eingesammelte Kollekte soll es Kindern, die vom bekannten Hilfswerk „Die Arche“ betreut werden, auch ermöglichen, in jeweils einer Woche ein Stück einzuüben und aufzuführen.

Während nach der zweiten Vorstellung die Bühnendekoration abgebaut wurde, liefen schon erste Spekulationen darüber, ob die August-Hermann-Francke-Schule nach „Petrus – Superstar“ (vor zwei Jahren) und der aktuellen Esther-Produktion ein neues Musical-Projekt ins Auge fassen sollte. Interessierte Kinder und Jugendliche mit beeindruckenden Begabungen scheinen jedenfalls ausreichend vorhanden zu sein!

AHF-Schüler/-innen interessieren sich für Netzsicherheit

Kann man Zahnpasta, die man einmal aus der Tube gedrückt hat, wieder dorthin zurück verfrachten? Mit diesem real vorgeführten Beispiel veranschaulichte Lehrer Axel Hollnagel von der August-Hermann-Francke-Schule die Schwierigkeiten, eine einmal ins Internet gestellte Information, die einem später vielleicht peinlich wird, wieder zurückzunehmen.

Auch die anwesenden Schüler/-innen der Klassen 10 bis 12 hatten keine zündende Idee für die restlose Zurücknahme von Bildern oder Texten, die sich im weltweiten Datenaustausch befinden.
So waren die Anwesenden beim an der AHFS veranstalteten „Safer Internet Day“ sofort mitten im Thema und verfolgten interessiert die Ausführungen des Fachanwalts Christian Koch aus Linden, der fachkundig zum Thema Mediensicherheit referierte.

Sein Spezialgebiet Informationstechnologierecht entfaltete er für die Jugendlichen ganz praktisch, indem er auf Fragen wie Passwortsicherheit, Recht am eigenen Bild sowie auf urheberrechtliche Probleme im Zusammenhang mit Tauschbörsen einging. Dabei erläuterte er, wie das Netzwerk Facebook, das auch wegen der kostenlosen Nutzung geschätzt wird, mit den zur Verfügung gestellten Daten handelt und Gewinn macht. Umsetzbare Tipps waren die Adresse, unter der jeder Nutzer die Herausgabe seiner Daten verlangen kann, und notwendige Sicherheitseinstellungen im Nutzerprofil.

Der „Safer Internet Day“ ist eine EU-Initiative, die in Deutschland vom Verbraucherschutzministerium unterstützt wird und jährlich Anfang Februar einen Aktionstag vorsieht. So hatten auch die jüngeren Schüler/-innen der weiterführenden Schule in altersentsprechenden Themengebieten die Gelegenheit, sich mit der Sicherheit im Netz zu beschäftigen. Es gab Impulsfilme und informierende Arbeitsblätter, wobei das Thema „Neue Medien“ den Kindern erwartungsgemäß sehr gefiel und die Aufmerksamkeit im Klassenzimmer gesichert war.


Auf den Spuren Erich Kästners: Vorlesewettbewerb an der AHFS

Der Traum von einer Gesangskarriere, spannende Abenteuer in den USA und Alltag eines Sechstklässlers – breit gefächert war die Themenbreite der vorgestellten Lektüren, als unter aufmerksamer Anteilnahme aller Sechstklässler/-innen der AHFS der Champion des Vorlesewettbewerbs ermittelt wurde.

Schon seit über 50 Jahren ermuntert der von Erich Kästner mitbegründete Wettstreit elf- und zwölfjährige Schüler/-innen in Deutschland, sich mit selbstgewählter Literatur zu präsentieren und die Fähigkeit zu einem gekonnten Lesevortrag zu zeigen.

Jede Klasse hatte unter Anleitung der Deutsch-Lehrkraft den besten Vorleser oder die beste Vorleserin erkoren, und so konnten drei Kinder der Jury samt allen anwesenden Sechstklässler/-innen ihre Lust am Buch zeigen sowie auch die Fähigkeit, sich in die Situation der unterschiedlichsten Romanhelden hineinzudenken und die Atmosphäre der Szene zu vermitteln.

Elisabeth Neuhof aus der Klasse 6R erreichte den dritten Platz mit „Das Geheimnis der verlorenen Karte“, einem in den USA spielenden Buch für Mädchen.

Im Stechen um die Spitze musste ein ungeübter Text aus dem Klassiker „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ gelesen werden. Schulsieger wurde Anton Grötsch (Klasse 6b), der mit dem ersten Band der Schurken-Serie von Frank Schmeißer („Schurken überall“) angetreten war. Im geübten Vortrag genauso gut, aber im Stechen etwas weniger überzeugend war Deborah Schwarz (6a) mit „Hier kommt Lola“.

Harald Kronenberger, der stellvertretende Schulleiter, lobte die gezeigte Lesefreudigkeit und übergab den teilnehmenden Schüler/-innen ihre Urkunden und Buchgeschenke. Er dankte allen Sechstklässler/-innen für die engagierte Teilnahme am Vorlesewettbewerb.

Schulsieger Anton vertrat die AHFS auch im Februar im Kreisentscheid der Gießener Schulen, der, wie alle weiteren noch folgenden Runden, vom Börsenverein des deutschen Buchhandels veranstaltet wurde.

Guter Rat

Im Leitbild unserer Schule betonen wir, dass uns der wertschätzende Umgang miteinander ein zentrales Anliegen für unsere Schulgemeinschaft ist, da nur unter dieser Rahmenbedingung Begabungen entdeckt und individuell gefördert werden können.

In diesem Zusammenhang kommt auch dem Thema Beratung eine große Bedeutung zu. Wo Menschen miteinander leben, arbeiten, feiern usw., gibt es immer wieder Situationen, in denen „guter Rat teuer ist“ und nur kompetente Beratung weiterhilft.

Seit einigen Monaten kooperiert die AHF-Schule mit der Beratungsstelle „LebensRaum Gießen“. Das kompetente Team um Leiterin Martina Schäfer steht Schüler/-innen, Eltern und Lehrer/-innen gerne zur Verfügung, unterstützt die Kommunikation und berät bei Schwierigkeiten im Schulalltag.

Zu den Beratungsgrundlagen gehören die sogenannte Ressourcen- und Lösungsorientierung (Wie können neue Fähigkeiten entwickelt werden? Welche Ressourcen bzw. welche neuen Lösungen können entdeckt und hilfreich genutzt und ausprobiert werden, um die Situation zu verändern?) und das Anliegen, Selbstkompetenz zu stärken und zu fördern. Die Beratungen basieren generell auf Freiwilligkeit und Vertraulichkeit.

Die Mitarbeiter/-innen des Lebensraums beraten Schüler/-innen bei Problemen mit sich selbst, Schule, Mitschüler/-innen, Eltern und Familie und auch in allgemeinen Lebensfragen (Fragen der Persönlichkeitsentwicklung). Sie helfen bei Konflikten, Stress, Ängsten, familiären Problemlagen und unterstützen bei psychischen Problemen bei Bedarf auch die Hinführung in weiterführende Hilfesysteme. Eltern erfahren Unterstützung in der Kommunikation, der Vorbereitung und Begleitung von Konfliktgesprächen, Beratung bei schulischen Schwierigkeiten aller Art und in Erziehungsfragen. Familienberatung und -therapie werden angeboten und natürlich auch die Vermittlung adäquater Hilfsangebote.

Die AHF-Schule kooperiert außerdem erfolgreich mit dem „Schulpsychologischen Dienst des Staatlichen Schulamts“ (Kontaktperson ist Herr Dipl.-Psychologe Andreas Feth) sowie mit der „Beratungsstelle des Vereins für Jugendfürsorge“ (Gießen, Hein-Heckroth-Straße). In speziellen Fragen vermitteln wir gerne auch an andere Stellen, die wir in diesem Rahmen nicht alle benennen können.

Unsere Stufenleiter/-innen Frau Kaufmann, Herr Stehr und Herr Wunderlich sowie die Schulleitung geben gerne nähere Informationen weiter und vermitteln die Kontakte.
v.l.n.r. Sandra Schreiber, Ute Klaes, Anke Schön, Martina Schäfer, Dr. Debora Meyer, Frauke Hofmann, Günther Kre
v.l.n.r. Sandra Schreiber, Ute Klaes, Anke Schön, Martina Schäfer, Dr. Debora Meyer, Frauke Hofmann, Günther Kre

Schülergottesdienst

Wie jedes Mal nach den Ferien fand auch im Januar ein vom Oberstufenarbeitskreis organisierter Schülergottesdienst statt.

Eingerahmt wurde er von gemeinsamen Liedern, die von einem Musikteam begleitet wurden. Hauptinhalt war die Predigt des ehemaligen AHF-Schülers und jetzigen Theologiestudenten Alessandro Casagrande, in der es um Sackgassen ging – sowohl schulische als auch andere Lebensbereiche betreffende – und wie man mit Gottes Hilfe wieder herauskommt.

Am Ende konnten die zuhörenden Schüler/-innen gestärkt in ihren Schulalltag gehen.


Krippenspiel der AHF-Grundschüler/-innen

Findelkind hinterfragt fromme Redensarten

Seit August hatten sie sich damit beschäftigt: Grundschüler/-innen der August-Hermann-Francke-Schule hatten in Arbeitsgemeinschaften ein Musical vorbereitet, dessen Textvorlage von Harry Voss kommt, dem Autor der bekannten Schlunz-Kinderbuchreihe. Schlunz ist ein Findelkind, das in eine christlich geprägte Familie aufgenommen wird und konsequent leere Traditionen und nichtssagende Worthülsen entlarvt.

Und so ist es auch bei diesem Theaterstück: Der Kindergottesdienst von Schlunz und seinen neuen Freunden soll ein kitschiges und altbackenes Krippenspiel aufführen, dessen Texte gereimt und für die Kinder schwer verständlich sind.

Die Zuschauer bekommen die Generalprobe des Stücks und die Gespräche der Kinder über ihre Vorstellungen von Weihnachten mit. Dann fällt die Darstellerin des Verkündigungsengels aus.

Schlunz als Ersatz sorgt dafür, dass die Kinder, die eben noch brav ihren gelernten Reim aufgesagt haben, nun ihre eigenen Texte sprechen und damit der Weihnachtsgeschichte ihre ganz eigene Prägung und mehr Tiefgang geben.

In der Aufführung der AHF-Grundschule ergänzten fröhliche und besinnliche Lieder, die Markus Lange mit der Chor-AG einstudiert hatte, das Spiel von knapp 20 Theaterkindern, denen Romina Mallwitz in ihrer AG das Bühnenspiel beigebracht hatte.

Außer der Aufführung des Stücks für ihre Mitschüler/-innen gaben die kleinen Musicaldarsteller/-innen kurz vor Beginn der Weihnachtsferien noch eine abendliche Vorstellung für die Eltern.

Diese staunten nicht schlecht, was Grundschüler/-innen neben dem regulären Unterricht so alles einstudieren und aufführen können. Nebenbei werden in dem Stück auch einige Weihnachtstraditionen der Großen als Ausdruck von reinem Kommerz entlarvt.

Und so gab es nicht nur großen Beifall für Sänger/-innen und Schauspieler/-innen, auch so mancher Erwachsene konnte Gedankenanstöße für die eigene Festgestaltung mitnehmen.

Mit Teamgeist zum Erfolg

Erlebnispädagogische Tage für AHF-Schüler/-innen

Fortschritt erleben – wer möchte das nicht? An der August-Hermann-Francke-Schule bemerkten Schüler/-innen der Klasse 6a, wie sich ihre Fähigkeit, miteinander als Team zu agieren, innerhalb von zwei Tagen deutlich verbesserte.

Es waren dies zwei besondere Projekttage, in denen nicht Unterricht nach Plan gegeben wurde, sondern unter Anleitung von Claudia Althaus erlebnispädagogische Aktionen eingeübt wurden. Althaus absolvierte am Marburger Bildungs- und Studienzentrum des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes die Ausbildung zur Erzieherin, hat sich weitergebildet und ist jetzt unter anderem als Dozentin für Erlebnispädagogik tätig.

Sie besuchte auf Einladung des Klassenlehrers Tobias Glaum die 24 Gymnasiast/-innen an zwei aufeinanderfolgenden Schultagen und arbeitete unter dem besonderen Ansatz der Erlebnispädagogik an Themen wie Vertrauen, Aufeinander-Hören, Zusammenarbeit, Disziplin und Absprachen.
Die Schüler/-innen ließen sich gern herausfordern, sich bestimmten Aufgaben zu stellen, die ein einzelner Mensch oder eine diktatorisch geführte Gruppe nicht lösen kann.

Als gedachte Hängebrücke diente beispielsweise eine lange Reihe von nebeneinander stehenden Stühlen; die Aufgabe war, auf dieser schmalen „Brücke“ die Reihenfolge der Kinder umzusortieren, ohne dass jemand herunterfiel. Da dies nicht im ersten Anlauf klappte, war wie nach jeder Übung eine Gesprächsrunde angesagt, in der Schüler/-innen zunächst selbst bestehende Probleme sowie Lösungsansätze benannten.

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„Blinde Raupe“, vorn links Claudia Althaus, hinten Mitte Tobias Glaum
„Blinde Raupe“, vorn links Claudia Althaus, hinten Mitte Tobias Glaum
Vertrauenswinde ohne Hilfestellung
Vertrauenswinde ohne Hilfestellung

Mit Teamgeist zum Erfolg Teil 2

Wo es nötig war, half die Erlebnispädagogin durch Vorschläge, aber nie durch direktes Eingreifen – die Sechstklässler/-innen sollten die gestellte Aufgabe gemeinsam, aber ohne Erwachsene lösen, auch wenn dies gelegentlich einige Zeit in Anspruch nahm.

Ein gestiegener Schwierigkeitsgrad kennzeichnete die Aufgabe, schweigend und mit verbundenen Augen als ganze Klasse vom Klassenraum bis zum Sportplatz zu gehen, wobei alle sich an den Schultern des Vordermannes festhielten und nur die hinterste Person sehen konnte; sie musste durch Druck auf die Schulter des vorher Gehenden die nötige Richtung für die „Blinde Raupe“ bis nach vorne durchgeben.

Als dies geschafft war, zeigten die Kinder ihr inzwischen gewachsenes Vertrauen, indem sie – gesichert durch ein am oberen Brustkorb quer verlaufendes Seil – sich langsam nach vorne gleiten ließen; alle anderen Mitschüler/-innen standen dabei in zwei Reihen dahinter und kontrollierten am Seil den langsamen Fall eines mutigen Kindes nach vorne.

Bei der „Vertrauenswinde“ genannten Übung war nun ein wirklich gewachsenes Gefühl von Vertrauen und ein verantwortliches Handeln aller in der Klasse zu verzeichnen, sodass sowohl Pädagogin als auch Klassenlehrer sehr zufrieden waren.





Fazit einiger Kinder: „Wenn man zusammenhält, kann man fast alles schaffen; wir sind eine Klasse!“ oder „Die Teamarbeit wurde immer besser und wir haben gelernt, als Mädchen und Jungen etwas zusammen zu machen.“

Erlebnispädagogische Projekte dieser Art gab es auch in den achten Klassen und wird es, um Jugendliche bei den Herausforderungen von Schule und Pubertät zu unterstützen, in Zukunft an der August-Hermann-Francke-Schule vermehrt geben.

Vertrauenswinde mit Hilfestellung<br>
Vertrauenswinde mit Hilfestellung
Claudia Althaus inmitten der Sechstklässler<br>
Claudia Althaus inmitten der Sechstklässler

AHFS-Mannschaft bei überregionalem Fußballturnier

Ist es ein Wunder, dass sportliche Leute gleich loskicken, wenn sie einen Ball in der Hand haben und ein brauchbarer Platz zur Verfügung steht? Eigentlich nicht, und dennoch ist es das „Fußballwunder“, das zwei hiesige Schulmannschaften zum sportlichen Wettstreit zusammenbrachte.

Mit seiner Fußball-AG fuhr Sportlehrer Timo Bäcker von der AHFS an die Adolf-Reichwein-Schule, um in deren Sporthalle in Pohlheim den Wettkampf um das runde Leder aufzunehmen.

Beide Mannschaften hatten sich im Internet beim von der Krankenkasse Barmer GEK organisierten „größten Fußballturnier Deutschlands“ angemeldet und waren, da sie in derselben Altersklasse und räumlich nah beieinander sind, zum gemeinsamen Spiel mit je sechs Spielern vermittelt worden.







Die Grundgedanken des Turniers „Fußballwunder“ sind Eigenverantwortung, denn man muss für die Teilnahme selbst aktiv werden, und Fairplay: der gemeinsame Spaß am Sport und das Kennenlernen von Gleichgesinnten stehen mit dem Gedanken der Fairness bei diesem Wettbewerb im Vordergrund.

Für die beiden hiesigen Mannschaften wird es nach dieser Begegnung, die übrigens von den Pohlheimer Schülern gewonnen wurde, in einem größeren Radius um Gießen herum weitere Spiele geben: Das Fußballwunder soll weitergehen!


Erfolge beim Mathematikwettbewerb

Fünf Schüler/-innen kann die August-Hermann-Francke-Schule in diesem Schuljahr in die zweite Runde des Mathematikwettbewerbs für Achtklässler/-innen schicken. Bei der schulinternen Ehrung freute sich Schulleiter Lothar Jost wieder über hervorragende Ergebnisse, denn in beiden Schulzweigen erreichten die jeweils Besten knapp 96 % der möglichen Punkte.

Der vom Land Hessen veranstaltete Wettbewerb dient als landesweite Vergleichsarbeit und erstreckt sich über wichtige Inhalte des Unterrichtsstoff der 7. Klassen (Prozentrechnung, Zuordnungen, Flächeninhalte, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Winkel) sowie Konstruktionen und aufzulösende Gleichungen, was bereits zum Stoff des 8. Schuljahres zählt.

Die Schwierigkeit besteht darin, den Anforderungen sehr unterschiedlicher Lerngebiete gerecht zu werden; aber viele Aufgaben sind am alltäglichen Leben orientiert und zeigen somit den Jugendlichen die große Bedeutung des Schulfaches für das normale Leben außerhalb der Schule.Die besten Schüler/-innen der aktuellen 8. Klassen erhielten neben ihren Urkunden auch eine wohlschmeckende Anerkennung für ihre hervorragende Leistung.

In der Realschule erzielte Jannis Katzmarzik (Klasse 8Rb) 46 von 48 Punkten und wird auf Kreisebene die Schule ebenso vertreten wie Andreas Urban aus derselben Klasse.

Die Gymnasiasten der AHFS für die zweite Runde sind Jakob Silberbauer und Johannes Alban (Klasse 8a) sowie Kerstin Bergmüller (Klasse 8b). Wenn diese Schulbesten Anfang März weiterkommen, haben sie die Chance, in der letzten Runde um den Landessieg ihre mathematischen Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

v.l.n.r. Johannes Alban, Jakob Silberbauer, Jannis Katzmarzik, Andreas Urban, Kerstin Bergmüller<br>
v.l.n.r. Johannes Alban, Jakob Silberbauer, Jannis Katzmarzik, Andreas Urban, Kerstin Bergmüller

Hessischer Landtag zum Anfassen

AHF-Schüler/-innen besuchten die Volksvertreter in Wiesbaden

Einmal ganz nah an die gewählten Politiker herankommen und ihnen bei ihrer Arbeit zusehen, diese Möglichkeit hatten Schüler/-innen der Jahrgangsstufe 11 der August-Hermann-Francke- Schule bei ihrem Ausflug nach Wiesbaden. Die ganze Jahrgangsstufe mit mehr als 60 Schüler/-innen hatte einen Termin im hessischen Landtag. Im Rahmen des Politikunterrichts sollte so ein Eindruck vom Arbeitsalltag und von den im Landtag diskutierten Themen vermittelt werden.

Die Jugendlichen lernten, dass – ähnlich wie am Flughafen – der Zugang zum Parlament der Hessen nur nach Durchlaufen einer Sicherheitsschleuse möglich ist, und ebenso mussten Verhaltensregeln berücksichtigt werden.

So ist das Fotografieren nur der Presse erlaubt und natürlich darf während der Plenarsitzung auf der Besuchertribüne kein Handy klingeln.

Eine Stunde lang nahmen die Elftklässler/-innen an der Plenarsitzung teil. Mit dem aktuell diskutierten Thema der erneuerbaren Energien hatten sich die Schüler/-innen in früheren Diskussionsrunden in der Schule schon beschäftigen können.

Die damals in der Schule anwesenden Politiker konnten sie nun live im Landtag erleben, so Angela Dorn, Bündnis 90/Die Grünen, und Gerhard Merz von der SPD. Vor den Augen der angereisten jungen Gießener legten Thorsten Schäfer-Gümbel und Tarek Al-Wazir ihre Standpunkte dar. Trotz unterschiedlicher Meinungen erkannten die Schüler/-innen das allgemeine Ziel einer sicheren, umweltfreundlichen und bezahlbaren Energiewende.

Anschließend gab es für die Schüler/-innen Gelegenheit, einigen Politikern ihre Fragen zu stellen. Von der SPD war Karin Hartmann anwesend, die CDU war durch Hans-Jürgen Irmer vertreten. Die Parteien FDP und Die Linke hatten jeweils einen Referenten als Vertreter ihrer Fraktionen geschickt.

Die Oberstufenschüler/-innen interessierten sich für das Zustandekommen der schwarz-grünen Koalition in Hessen sowie die Zukunftsaussichten von G8 und G9 und fragten nach so unterschiedlichen Themen wie Datensicherheit und Strafen für Schulschwänzer.

Nach dem informativen und interessanten Einblick in die hessische Parlamentsarbeit gab es noch die Möglichkeit, die Landeshauptstadt zu genießen. „Ein erlebnisreicher Tag, eine Abwechslung zur Schule“, so kommentierten die Schüler/-innen ihren Tagesausflug.

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Unser Leitbild

Kompetent in die Zukunft

  • Beziehungen gestalten – einander wertschätzen
  • Begabungen entwickeln – individuell fördern
  • Verantwortung übernehmen – sich engagieren

Beziehungen gestalten – einander wertschätzen

Ein positives Lernklima ist gegeben, wenn Menschen in Wertschätzung miteinander umgehen. Daher investieren wir im Schulleben viel Zeit in die Pflege unserer Beziehungen. Konflikte, die auftreten, lösen wir gewaltfrei und unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten. Damit werden die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen geschaffen.

Begabungen entwickeln – individuell fördern

Fühlen sich junge Menschen in ihrem schulischen Lebensraum geborgen, sind die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen gegeben. In einem solchen Umfeld können in Ruhe Begabungen entdeckt und entwickelt werden. Da Menschen ganz unterschiedliche Talente haben, heißt christliche Pädagogik, dass Schüler/-innen durch ein breit gefächertes schulisches Angebot individuell gefördert werden.

Verantwortung übernehmen – sich engagieren

Die mit gelingenden Lernprozessen und wachsender Sozialkompetenz verknüpfte Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen erweitert deren Möglichkeiten, die erworbenen Kompetenzen für andere einzusetzen. Schüler/-innen übernehmen zunehmend Verantwortung. Sie engagieren sich für einzelne Mitschüler/-innen, ihre Klasse, die Schulgemeinschaft und sogar weltweit in Projekten für andere Menschen.

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